Sonic. The Machine

Sonic. The Machine
Leise bis laut
Dreckig bis schön
Dunkel mit wenig Worten
Mit viel Potential dem Publikum tief unter die Haut zu gehen.

Die Musik dieser Band lässt einen nicht in Ruhe und was will man bitte mehr über große Kunst sagen, als dass sie einen zum Mitfühlen zwingt. Als Leitmotiv für die Musik von Sonic. The Machine könnte “Kommunikation und Vernetzung” stehen: nach innen – innerhalb der drei Bandmitglieder – und nach außen – zwischen Band und Publikum. Die Musiker kommunizieren und nehmen Kontakt miteinander auf.Sie verweben sich und ihre Musik zu fließenden Mustern. Keiner der Drei gibt erkennbar den Ton an. Vielmehr hören sie aufeinander, spüren, was passt, nehmen Impulse auf, spielen damit und geben Impulse weiter. Dieses Miteinander-Kommunizieren überträgt sich auf das Publikum: so entsteht etwas “Gemeinsames” und man fühlt sich eingeladen, sich einem Fluss zu überlassen und ein Teil von ihm zu werden. Mit den Eigenschaften eines guten Techno- oder Minimalsets, einem Hang zur wohltuenden Monotonie und voll von Melancholie und Glückseligkeit ist die Musik eine Art klassisches Konzert, das in Schweiß und Eskalation gipfelt. Wenn man den vorherrschenden Akzent in ihrem Heimatort bedenkt, könnte man fast froh sein, dass Sonic. The Machine sich gegen gesangliche Eskapaden in ihrem Repertoire entschieden haben. Vermissen tut man diese jedoch in keinster Weise. Der Klangteppich, den diese junge Band auslegt, scheint so dicht gewoben, dass jeder weitere Schnörkel in diesem reinen und puren Konstrukt aus hämmernden Bässen und flirrenden, klaren Gitarren ein Ungleichgewicht darstellen würde. Das feine, sich gefühlt ohnehin schon im Umbruch befindende Geflecht katapultiert endgültig in andere Sphären und lässt somit jeden menschlichen Anspruch und Erdung ins Ungreifbare und Un-Begreifbare kippen. Um das ganze aber in etwas greifbarere Bahnen zu lenken, noch ein paar Fakten zum Schluss: Sonic. The Machine sind Oliver Veser, Michael Broschek und Luis Krüger. In derselben Reihenfolge wären das Gitarre, Schlagzeug und Bass. Ähnliche Klangeinflüsse findet man bei Bands wie Maybeshewill, God Is An Astronaut, Foals, The XX und vielen anderen technisch und elektronisch angehauchten Bands. Nach dem Southside Festival 2014, das sie eröffneten, und dem Hurricane Festival und einer Reise nach Shanghai sind die Jungs gespannt, wie ihre Karriere weiterverlaufen wird.

www.sonicthemachine.de